Drupal stellt den Support für Drupal 6 zum 24.02.2016 ein

Ab dem 24.02.2016 wird es für Drupal 6 und seine Module keine Bugfixes und Behebungen von Sicherheitslücken bzw. Fortführen von Dokumentationen durch die Community mehr geben. 
Für Betreiber von Webseiten unter Drupal 6 stellen sich verschiedene Fragen, bei deren Beantwortung wir gerne behilflich sind.
 
Besser auf Drupal 7 oder 8 upgraten?
Das hängt davon ab, wie komplex eine Webseite ist und ob viele Funktionen durch zusätzliche Module bereit gestellt werden. 
Viele Module stehen bislang nur für Drupal 7 zur Verfügung.
Um  im Einzelfall  eine Entscheidung   treffen zu können, muß  für jedes Modul geprüft werden, welche Nachfolge-Version zur Verfügung steht.
Macht es denn noch Sinn, auf Drupal 7 zu portieren, wenn doch die aktuelle Version nun Drupal 8 ist?
Die allgemeine Meinung ist, daß das durchaus noch Sinn macht, bzw. in manchen Fällen unerläßlich ist.
Drupal 7 ist ein sehr ausgereiftes System, welches noch lange Zeit zur Verfügung stehen wird.
 
Upgrade oder Systemwechsel?

In manchen Fällen kann der Wechsel auf ein einfach zu bedienendes System wie Wordpress sinnvoll sein.
Ähnliche Stärken wie Drupal hat TYPO3, allerdings ist die Lernkurve sehr hoch.

Ein Systemwechsel verursacht wesentlich höhere Kosten und in der Regel neuen Schulungsaufwand.
Sie arbeiten beim Upgrade weiterhin mit einem vertrauten System.
Sie brauchen also gute Gründe, um zu wechseln. 

Sprechen Sie uns an , wenn Sie zu Alternativen für Drupal beraten werden möchten.

 
Migration von Drupal 6 auf 8
Drupal 8 stellt einen s.g. Migrations-Pfad zur Verfügung, der für Drupal 6 allerdings bislang nur in einer experimentellen Version vorliegt. 
Momentan kann der direkte Weg von Drupal 6 auf 8 nur bei Seiten mit relativ wenigen, bereits in Drupal 8 vorhandenen Zusatzmodulen empfohlen werden.
Je nach Menge des zu portierenden Inhalts, macht es Sinn, eine Neuinstallation von Drupal 8 zu erstellen und die alten Inhalte händisch oder automatisiert nach zu ziehen.
 
Beim Upgrade von eigenentwickelten Modulen unter Drupal 6 zu Drupal 8 ist zu bedenken, daß sich die Struktur des Codes sehr stark verändert hat. Dies erfordert, daß sich die Entwickler mit der Architektur und den Frameworks von Drupal 8 gut auskennen.
Der Vorteil vom direkten Upgrade zu Drupal 8 liegt in der Zeitersparnis, wenn man sich die Version 7 sparen kann.
Natürlich wurde hart daran gearbeitet, Drupal 8 noch sicherer und schneller zu machen.
 
Migration von Drupal 6 auf 7
Hierfür steht das Konsolen-Programm Drush zur Verfügung, welches für die meisten Inhalte und Module sehr zufriedenstellend funktioniert und viele Aktualisierungen automatisch macht.
Allerdings bleibt auch hier noch einige Handarbeit – die je nach Modul auch etwas umfangreicher werden kann.
 
Welche Optionen habe ich, wenn ich Drupal 6 über den Februar nächsten Jahres hinaus weiter behalten möchte?
Es gibt zwei Möglichkeiten:
 
1. Einfach nichts tun. 
Diese Möglichkeit kommt für sehr kleine Firmen in Frage, die keinerlei sicherheitsrelevanten Daten auf dem Server vorhalten.
Man muß sich allerdings darüber im Klaren sein, daß die Hacker gezielt Ausschau halten werden nach Seiten, die nach dem Endo-Of-Live-Termin im Februar noch unter Drupal 6 laufen.
D.h. man sollte die Webseite permanent auf Unregelmäßigkeiten beobachten und ein gutes Virenschutzprogramm beim Hoster haben.

Auch sollte man sich eine saubere Backup- und Wiederherstellungs-Strategie überlegen, damit eine Webseite im Falle eines Hacks oder gar einer Infizierung mit einem Virus schnell wieder hergestellt ist. 
Allerdings steht zu befürchten, daß der Angriff danach sofort wieder erfolgt, wenn die Verletzbarkeit erst mal bekannt ist.
Im Falle eines Falles gefährdet man damit nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die von Besuchern, die auf eine infizierte Seite zugreifen.

2. Kostenpflichtigen Support in Anspruch nehmen
Das Drupal Security Team steht mit mehreren Dienstleistern in Verbindung, die über den Februar hinaus kostenpflichtigen Support und Sicherheitsupdates bieten.
Dieser Support wird allerdings sehr teuer sein.
 
    Es gibt noch ein weiteres Problem: viele Drupal 6 Module laufen nicht unter den neuen PHP-Versionen. 
     
    Wenn Sie bei Drupal 6 bleiben möchten, empfehlen wir folgende ToDos:
    • Reden Sie mit Ihrem Hoster, um vor böse Überraschungen mit plötzlicher PHP-Umstellung sicher zu sein
    • Machen Sie regelmäßige Backups
    • Rechnen Sie mit evt. Ausfällen bzw. zusätzlichen Kosten
       

    Was kostet ein Upgrade?

    Nun, die Frage ist so einfach zu beantworten, wie wenn Sie Baufachleute fragen, was kostet die komplett Renovierung eines Hauses?
    Die Anwort wird immer lauten „es kommt darauf an“.
     
    Um bereits im Vorfeld eine ungefähre Vorstellung über die Kosten zu geben, berufen wir uns auf eine unverbindliche Faustformel:
    Je nach Komplexität muß man mit 40% der Kosten für eine Neuinstallation rechnen, wenn die bisherige Installation mehr oder weniger 1:1 übernommen werden soll.
     
    Gerne ermitteln wir gemeinsam mit Ihnen die beste Vorgehensweise und erstellen eine Kostenschätzung.
    Bitte sprechen Sie uns zeitnah und unverbindlich an: